Stuttgarter Stolperstein-Initiativen

Um den Ort, an dem man lebt, zu verstehen, ist es auch wichtig, seine Geschichte zu kennen. Sie sind 10 x 10 cm groß, aus Beton gegossen, mit einer Messingtafel versehen und werden in öffentliche Gehwege bündig eingelassen, damit niemand durch sie zu Schaden kommen kann. Und trotzdem heißen sie “Stolpersteine”, denn wer sie im Vorübergehen sieht, soll im Geiste darüber stolpern, kurz innehalten und die Eingravierung lesen. Unter der Überschrift “Hier wohnte...” wird damit direkt vor dem letzten frei gewählten Wohnhaus des Opfers ein Stück Geschichte in unser alltägliches Leben zurückgeholt. Stolpersteine sollen ein Zeichen der Erinnerung sein, sollen die Opfer aus der Anonymität herausholen, dort, wo sie gelebt haben. Die Idee zu solchen Stolpersteinen stammt von dem Kölner Künstler Gunter Demnig, der seit Mitte der 1990-er Jahre über 56.000  von ihnen in 1099 Orten Deutschlands und in zwanzig Ländern Europas verlegt hat. Über 800 Stolpersteine finden sich bereits in der Stuttgarter Innenstadt und den Vororten.

Spielidee bzw. die Forschungsfrage:

Ein Serious Game, welches das dezentrale Stolperstein Projekt interaktiv erlebbar macht. Das Spiel soll dem Grundgedanken des Stolperstein Projekts gerecht werden, NS-Opfer aus der Anonymität herauszuholen, indem Verlust, Ausmaß und Erinnerung erfahrbar gemacht werden. Die Spieler recherchieren Schicksale und stolpern über Geschichte.