Linden-Museum

Als eines der größten ethnologischen Museen Europas präsentiert das Linden-Museum Stuttgart die Vielfalt menschlicher Kultur. Die Sammlung umfasst 160.000 Objekte vom alltäglichen Gebrauchsgegenstand bis zum Spitzenobjekt von internationalem Rang. Das Museum ist dabei nicht nur Bewahrer kulturellen Erbes, es erklärt, differenziert, verbindet - und überrascht. Es fördert das Verständnis für andere Kulturen, indem es gegenwärtige Fragestellungen mit einbezieht, und schafft Raum für die interkulturelle Begegnung. Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum jährlich eine große Sonderausstellung mit überregionaler Ausstrahlung auf rund 1000 m². Vom 14. Oktober 2017 bis 13. Mai 2018 ist das Thema „Hawai‘i“.

Hawai’i-Ausstellung

Für die am 13.10.17 eröffnende Hawai‘i-Ausstellung planen wir ein Game für (junge) Erwachsene. Die Ausstellung rückt Kunst, Kultur und Geschichte, Gegenwart und Vergangenheit der Hawaiier in den Fokus, deren Gesellschaft sich zwischen 1778 und 1959 von einer traditionellen Adelsgesellschaft zu einem modernen Bundesstaat der USA wandelte. Die Ausstellung spannt dabei den Bogen von den ältesten erhaltenen Objekten aus der Zeit des Entdeckungsreisenden James Cook bis zur lebendigen Kunstszene des heutigen Hawai‘i, die sich mit politischen und sozialen Themen auseinandersetzt. Hawai‘i als uneindeutiger Ort zwischen Südsee-Idyll und US-Großstadt, als touristische Projektionsfläche und Ort lebendiger hawaiischer Traditionen hat eine faszinierende Geschichte und Gegenwart. In diesem Kontext begegnen den Besuchern u.a. die Wurzeln des Surfens und des Outrigger-Sports, des Hula und der Tätowierung. Gleichzeitig werden Fragen nach kultureller Identität und Revitalisierung von Kultur aufgeworfen.

 

Game: „Identity Quest“

Storyline

Kainalu, ein junger in Kalifornien aufgewachsener Hawaiier, erkennt, als er in einer Tikibar über Hawai‘i ausgefragt wird,  dass ihm tieferes Wissen über seine kulturellen Wurzeln fehlt. Unglücklich darüber macht er sich auf zu den Inseln seiner Vorfahren und begibt sich auf die Suche nach seinen Ursprüngen.

 

Er beginnt in Honolulu und reist innerhalb Hawai‘is durch die verschiedenen Inseln. Dabei löst er Aufgaben, die ihn jeweils in ein höheres Level führen. Diese Aufgaben sind verknüpft mit Objekten der Hawai‘i-Ausstellung und beschäftigen sich z.B. mit Hula, Surfen, traditioneller Tätowierung, Auslegerkanus, traditioneller Navigation, Federmänteln, Ukulele, traditionellen Werkzeugen, Rindenbaststoffherstellung, aber auch mit Kapitän  James Cook, dem Einfluss der Missionare, der Widerstandsbewegung gegen die illegale Annexion des Archipels durch die USA und den Folgen dieser äußeren Einflussnahme (teilweise Verlust der traditionellen Sprache und Kultur).

 

Unterwegs helfen „Freunde“ beim Lösen der Aufgaben, die positive Figuren in der Geschichte Hawai‘is darstellen: z.B. König Kalākaua, Königin Lili‘uokalani, Surflegende Duke Kahanamoku, Widerstandsaktivisten, aber auch die spirituelle Kraft des Mana.

 

Als Stolperfallen im Spiel erweisen sich immer wieder Klischees wie vermeintlich authentische Cocktailbars, die nur scheinbar ur-hawaiische Ananas, die Elvis-Presley-Südseeromantik und allerhand Touristenkitsch. Diese Klischees sind auch als personalisierte Gegenspieler vorstellbar (z.B. die sprechende Pizza Hawai‘i oder der Geist von Elvis).