Badisches Landesmuseum

Museumsbesucher zu Nutzern machen - so die revolutionäre Grundidee, nach der das Badische Landesmuseum zu einem Ort werden soll, an dem kulturelle Identität vermittelt und aktuelle Fragen der Gegenwart verhandelt werden. An die Stelle der Eintrittskarte tritt der Nutzerausweis. Erstmals soll es in einem großen, kulturgeschichtlichen Museum dann wie in einer Bibliothek oder einem Archiv möglich sein, Zugang zu allen realen Sammlungsobjekten in der Expothek zu erhalten. In der Regel können Museen lediglich einen Bruchteil ihrer Sammlungen ausstellen – so stehen im Badischen Landesmuseum den 13.000 Exponaten der Schausammlung 450.000 Objekte in den Depots gegenüber. Bereits jetzt gibt es zahlreiche digitale Datensätze zu den eigenen Sammlungen. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wissenschaft und Kunst und gemeinsam mit dem Bibliotheksservicezentrum entwickelt das Badische Landesmuseum eine digitale Strategie, die es zukünftig ermöglichen wird, die vorhandenen Datensätze öffentlich zugänglich zu machen. Auf diese Weise richten sich die Angebote künftig auch an die Nutzer der digitalen Welt. Erprobt wird das Modell der Expothek in der Sammlungsschau der Ur- und Frühgeschichte, die im Herbst 2018 neu eröffnet werden wird.

Leitfrage

Wie kann das Spiel die neu eingerichtete Expothek der Ur-und Frühgeschichte aufgreifen? Wie kann es den Experimentier-Charakter widergeben und das neue Museumskonzept (Nutzer statt Besucher) abbilden? Wie kann möglichst viel Interkation mit der Objekt-Datenbank generiert werden?

Zielgruppe

Das Spiel richtet sich v.a. an Jugendliche/ junge Erwachsene. Es gibt eine Schnittstelle zur neuen Objekt-Datenbank. Die Spieler können sich mit einen Avatar und Benutzernamen anmelden oder auch mit einem Gast-Account spielen. Das Spiel kann im besten Falle überall gespielt werden - in der Ausstellung (an Monitoren, aber auch am eigenen Smartphone.

Game-Idee

Das Spiel gliedert sich in zwei Ebenen. Auf der einen gibt es kleine, einfache Spiele, die natürlich etwas mit der Sammlung zu tun haben sollten, z.B. Faustkeil-Memory, Multiple Choice Fragen etc. Auf diese Weise erwirbt der Spieler Credit Points, die er auf seinem Konto speichern kann. Es gibt außerdem bestimmte Bonus-Punkte, die man nur in der Ausstellung erreichen kann, wenn man das Objekt direkt besucht.

 

Mit diesen Punkten kann man dann auf der zweiten Spielebene Objekte virtuell erwerben und sich seine eigene Ausstellung damit einrichten/ kuratieren. Es steht ein Raum zur Verfügung, der gestaltet werden kann (Wandfarbe, Ausstattung, Wandtexte etc). Diese virtuellen Ausstellungen kann man in den sozialen Medien teilen. Man kann außerdem mit anderen Nutzern Objekte tauschen etc. Je nach Fortschritt und Punkten steigt man in seiner Nutzer-Rolle eine Stufe nach oben. Innerhalb der Community können die "Experten" als Mentoren z.B. die Anfänger "abholen", sie zu einer Vernissage einladen etc.

Es ist aber auch (v.a. für jüngere Spieler in der Ausstellung) möglich nur auf der ersten Spielebene zu bleiben.

 

Die von den Nutzern virtuell erstellten Ausstellungen gibt es virtuell und real via extra Punkte immer mal wieder Preise zu gewinnen.